Roda Kerkrade - Werder Bremen 2:1

Freundschaftsspiel, 10.01.2004

Parkstad Limburg Stadion - 2000 Zuschauer

Aufstellung:
Kujovic
Senden
Addo
Filipovic
Vandenbroeck
Vicelich
Cristiano
Kone
Van Dessel
Piiroja
Van Dijk

Aufstellung:
Borel
Stalteri
Baumann
Ismael
Magnin
Borowski
Lisztes
Ernst
Micoud
Ailton
Klasnic

Spieldaten:

Tore: 1:0 Klasnic (19.), 1:1 Kone (33.), 1:2 Anastasiou (53.)

Spielverlauf:
Die Holländer begannen stürmisch und drückten das Team von Cheftrainer Thomas Schaaf durch ein Pressingspiel in die eigene Hälfte zurück, so dass sich die Bremer erst einmal sortieren mussten. Jedoch lag die erste Chance auf den Seiten der Werderaner. Ludovic Magnin setzte sich auf der linken Außenbahn durch und seine scharfe Hereingabe hätte fast zum Eigentor geführt. Beim Klärungsversuch von Senden sprang der Ball in die kurze Ecke des eigenen Tores, doch Keeper Kujovic tauchte pfeilschnell ab und verhinderte den Treffer (7.).Aufgeweckt durch die Möglichkeit zum Führungstor bekam Werder das Spiel nun besser unter Kontrolle. Die nächste Möglichkeit lag aber bei den Hausherren. Roda-Spieler Kevin van Dessel zwang Werders Schlussmann Pascal Borel zu einer Glanzparade. Bei seinem Schuss, der oben links im Tor eingeschlagen wäre, machte sich Borel ganz lang und fing den Ball spektakulär weg (15.).Nun waren wieder die Bremer am Zug. Tim Borowski spielte den Ball auf den durchstartenden Ailton, der an der linken Ecke des Fünf-Meter-Raumes auf den mitgelaufenen Ivan Klasnic ablegte. Doch der 23-Jährige traf den Ball nicht richtig, so dass er nur knapp sein Ziel verfehlte (17.). Nur zwei Minuten später dasselbe Bild. Ailton bekam wieder den Ball, legte wieder in Höhe des Fünf-Meter-Raumes auf Klasnic ab. Ivan machte es diesmal besser und traf zur 1:0-Führung.Schrecksekunde für Werder. Ailton humpelte über den Platz und ließ sich an der Seitenlinie behandeln. Werders Brasilianer klagte über Probleme am Oberschenkel und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Angelos Charisteas in die Partie.Durchpusten bei den Bremern in der 24. Spielminute: Nach einer Hereingabe der Gastgeber köpfte Valérien Ismael den Ball aus spitzen Winkel an die eigene Latte. Keeper Borel wäre machtlos gewesen.In der Folgezeit flachte die Partie ein wenig ab. Werder bestimmte zwar das Spielgeschehen ohne herausragenden Akzente zu setzen und Roda Kerkrade spielte gefällig, doch waren sie vor dem gegnerischen Tor einfach zu ideenlos. Dazu passend auch der Ausgleichstreffer: Nach einem Solo von Kone fasste sich der Kerkrader ein Herz und zog aus 22 Metern einfach mal ab. Sein strammer Schuss schlug unhaltbar für Pascal Borel flach neben dem linken Pfosten ein.Ein zweiter Bremer Akteur verlies frühzeitig den Platz. Nachdem sich Johan Micoud nach einer Rangelei die Gelbe Karte eingehandelt hatte, nahm ihn Thomas Schaaf vorsichtshalber raus.Bremen blieb auch nach den Auswechselungen am Drücker. Nach einem von Krisztian Lisztes getretenen Eckball landete der Ball auf dem Kopf von Valérien Ismael. Doch wie schon zuvor traf er auch diesmal nur das Aluminium (40).

Zu Beginn der zweiten Hälfte startete Roda Kerkrade ihre zweite druckvolle Offensive. Doch wie schon am Anfang der Partie lag die erste Chance wieder bei den Bremern. Nach einem Doppelpass zwischen Simon Rolfes und Markus Daun, setzte sich Rolfes vor dem gegnerischen Tor stark durch. Aber sein Schuss ging rechts am Tor vorbei.Doch war dies auch die einzige Möglichkeit der Grün-Weißen für die nächsten zwanzig Minuten. Kerkrade machte weiter Druck, was sich kurze Zeit später auch auszahlen sollte. Der eingewechselte Jannis Anastasiou wurde am Bremer Strafraum von der linken Seite angespielt und schob den Ball zum Führungstor in die kurze rechte Ecke ein (53.). Die Hausherren blieben auch weiterhin am Drücker. Erst verfehlte Kone nach seinem Alleingang das Tor von Keeper Pascal Borel nur knapp (63.) und kurz darauf landete ein langer Ball, den Abwehrspieler Manuel Friedrich unterschätzte, bei Anastasiou. Aber der Torschütze zum Führungstreffer zielte dieses Mal nicht ganz so gut, so dass sein Schuss links unten am Pfosten vorbei ging (66.).Endlich wieder ein wenig Entlastung für Werder: Marco Stier testete aus halbrechter Position den Kerkrader Schlussmann (69.). Werder wurde nun wieder stärker. Marco Reich lief mit dem Ball an der linken Außenbahn bis zur Grundlinie und setzte danach Angelos Charisteas mustergültig in Szene. Doch der Schuss von „Harry“ aus sechs Metern wird abgeblockt.Werders Bemühungen um den Ausgleich eröffneten doch auch immer wieder gefährliche Kontermöglichkeiten für die Hausherren. Wie auch nach einer Ecke von Simon Rolfes. Nachdem Kerkrade den Ball aus der Gefahrenzone schlagen konnte, schnappte sich Kone die Kugel und setzte zum Alleingang Richtung Bremer Tor an. Unter Bedrängnis der Werderaner Abwehr konnte er seine Möglichkeit jedoch nicht verwerten.Werder versuchte noch einmal alles. Nach einem gut eingeleiteten Angriff über Simon Rolfes und Marco Reich, zog Neuzugang Pekka Lagerblom aus 17 Metern ab. Den strammen Schuss ließ Roda-Keeper Kujovic nur abprallen, so dass Marco Stier noch einmal die Möglichkeit zu einem Kopfball hatte. Doch unter starker Bedrängnis verfehlte der Ball nur knapp das Tor.

Fotos: