Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 2:0

1. Bundesliga , 16. SP, Saison 2005/06, 28.08.2005

Commerzbank Arena - 47800 Zuschauer

Aufstellung:
Nikolov 
D.-R. Cha
Rehmer
Vasoski
Spycher
Jones
Chris
Köhler
Meier
Copado
Amanatidis

Aufstellung:
Weidenfeller
P. Degen
Metzelder
Kehl
Kringe
Kruska
Rosicky
N. Sahin
Odonkor
Buckley
Smolarek

Spieldaten:

Tore: 1:0 Copado (9.), 2:0 Amanatidis (84.)

Gelbe Karten: Chris, Amanatidis - Kruska

Gelb/Rote Karten: Rosicky

Eingewechselt: 73. Huggel für Rehmer, 83. van Lent für Köhler, 85. Cimen für Copado - 57. Gambino für Buckley, 84. Saka für Odonkor

Spielverlauf:

Beide Mannschaften hielten sich nicht mit Vorgeplänkel auf und legten sofort los wie die Feuerwehr. Bereits in der dritten Minute war die Führung für die Eintracht möglich, doch Amanatidis zielte nach einem schönen Zuspiel von Chris zu genau und legte den Ball am langen Pfosten vorbei. Doch auch der BVB versteckte sich nicht und hatte die größte Chance der Anfangsphase, als Metzelder eine Ecke von Rosicky knapp über das Tor köpfte (8.). Aus dieser Szene entwickelte sich jedoch zum Entsetzen der Dortmunder die Frankfurter Führung. Bei dem Konter setzte Chris gekonnt Köhler an der linken Strafraumgrenze ein. Der legte den Ball ab zum zweiten Pfosten, wo Copado aus fünf Metern unhaltbar einschoss (9.). Zunächst zeigte sich Dortmund nicht geschockt, sonder versuchte sofort zu antworten. In der zwölften Minute war der BVB auch nahe am Ausgleich, als Eintracht-Keeper Nikolov und Vasoski eine Flanke von Sahin falsch einschätzten und den Ball durchlaufen ließen. Doch in der Mitte konnte Cha gerade noch vor dem einschussbereiten Smolarek klären. Danach bekam die Eintracht das Spiel aber gut in den Griff, während die Dortmunder Schwächen im Aufbauspiel offenbarten. Folge davon war eine Fülle von Chancen für Frankfurt, die aber allesamt vergeben wurden. Weder Meier mit einem Kopfball aus kurzer Distanz (16.) noch Amanatidis mit einem Kopfball nach einem Copado-Freistoß (27.) hatten mit ihren Versuchen Erfolg. Erst in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte kamen die Dortmunder wieder besser ins Spiel und konnten ihrerseits wieder aussichtsreiche Angriffe starten. Wirklich gute Chancen ergaben sich für die Westfalen gegen eine engagiert kämpfende Eintracht-Abwehr aber nicht. Mit einer Führung im Rücken gingen die Frankfurter in die zweite Hälfte. Fünf Minuten Anlaufzeit brauchten beide Teams zu Beginn der zweiten Hälfte, dann ging es wieder voll zur Sache. Zunächst hatte Odonkor die große Chance, den Ausgleich zu erzielen. Vasoski hatte im Mittelkreis den Ball vertändelt, und Odonkor sprintete unaufhaltsam Richtung Eintracht-Tor. Zunächst scheiterte er an Torwart Nikolov, erreichte jedoch den Abpraller. Den Nachschuss kratzte Rehmer von der Linie (52.). Im Gegenzug bereits vergab Meier die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, er scheiterte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am glänzend reagierenden Weidenfeller im BVB-Tor. Dessen Einsatz war 60 Sekunden später schon wieder gefragt, als der Dortmunder Schlussmann einen Köhler-Freistoß entschärfte (55.). Doch nun hatten auch die Dortmunder gute Chancen zum Ausgleich. In der 59. Minute hatten Gambino und Rosicky die Eintracht-Abwehr schon ausmanövriert. Rosicky legte ab auf den zentral postierten Smolarek, doch dessen Versuch aus acht Metern ging über das Tor. Die Eintracht ließ sich aber nicht weiter einschüchtern und spielte aus einer sicheren Abwehr gekonnt nach vorne. Borussia Dortmund schwächte sich in der 73. Minute zusätzlich auch noch selbst. Rosicky, bereits in der ersten Hälfte verwarnt, schubste den bereits über die Seitenauslinie gelaufenen Spycher weg und wurde dafür von Schiedsrichter Gagelmann mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen. Danach hatte die Eintracht natürlich ein Übergewicht. Zunächst stemmte sich Torwart Weidenfeller noch mit Macht gegen das 2:0 und rettete mit einer Riesen-Parade gegen Chris (83.), doch dann musste auch er die Entscheidung hinnehmen. Meier flankte präzise auf den Kopf des freien Amanatidis, der mit seinem Kopfball gegen die Laufrichtung dem Torwart keine Chance ließ (85.). Damit war der Sieg der Hessen unter Dach und Fach, der sogar noch höher hätte ausfallen können, wenn nicht Weidenfeller in der Schlussphase mit großen Paraden geglänzt hätte. Nach diesem Sieg und in dieser Verfassung hat Eintracht Frankfurt mit den Abstiegsplätzen zunächst nichts mehr zu tun und verabschiedet sich Richtung Mittelfeld der Tabelle. Borussia Dortmund hat den Kontakt zu den UEFA-Cup-Plätzen nach der erneuten Niederlage zunächst einmal verloren.

Fotos: